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Mutter werden: Was du unbedingt vorher wissen musst

25. Mai 2020

Du wirst Mutter, wie aufregend. Jetzt spuken sicher viele Fragen in deinem Kopf herum. Werde ich das kleine Wesen sofort lieben können? Wie will ich als Mama sein? Worauf muss ich als Mutter achten? In diesem Artikel möchte ich dir die wichtigsten Facts mitgeben, die du wissen solltest, wenn du Mutter wirst.

Mutter werden braucht Zeit

Mache dir bewusst: Niemand, auch nicht du selbst, hat das Recht dich zu stressen! Du wirst in Zukunft einen Erwachsenen von morgen großziehen und was könnte es Wichtigeres geben? Keiner wird als Mutter geboren, also gib dir Zeit in diese Rolle hineinzuwachsen und den passenden Weg für dich, dein Kind und deine Familie immer wieder neu zu finden.

Das Mutter werden beginnt natürlich bereits in der Schwangerschaft. Mit der Geburt des Kindes geht das aktive Muttersein so richtig los und entwickelt sich wahrscheinlich dein Leben lang. Wie Gertrud von Le Fort passend sagte: „Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die Mutter durch das Kind.“

Es ist in Ordnung, dass du erst einmal das kleine Wesen anschauen musst, welches da gerade aus dir herausgeschlüpft ist. Es ist ganz normal, dass du erstmal überfordert bist und nicht direkt weißt, was du nun sagen oder tun sollst. Und es ist in Ordnung, dass du dich noch nicht sofort als Mama fühlst. Verurteile dich nicht dafür, es sagt nichts über dich als Mutter aus! Jetzt gilt es einfach diesen kleinen Menschen dort kennen zu lernen, zu wissen wie er riecht und sich anfühlt.

Vielleicht weißt du nicht genau, ob du eine Bindung zu deinem Kind hast. Merke hierzu: Eine Mutter, die bereit ist, ihr Kind zu schützen und ihm alles zu geben, was es zum überleben benötigt, hat bereits eine erste Bindung zu ihrem Kind. Der Grundstein ist damit also gelegt. Eine tiefergehende Bindung zwischen dir und deinem Kind darf nun wachsen.

Mutter werden braucht Kontakt

Wichtig ist zu allererst der Kontakt zu dir selbst. Damit du deine eigenen Bedürfnisse wahrnimmst und dich selbst gut versorgen kannst. Nur dann können wir auch für Andere sorgen.

Nun kommt der Kontakt zu deinem Kind, denn dieser schafft Bindung! Im besten Fall hast du bereits in der Schwangerschaft Kontakt zu deinem Kind aufgenommen, durch das sprechen mit ihm/ihr oder seine/ihre Bewegungen. Bleibe auch unter der Geburt in Kontakt zu deinem Kind. Sprich ihm Mut zu, erkläre ihm den Weg zum „Ausgang“ oder was immer sich richtig anfühlt.

Irgendwann ist dann der große Moment gekommen. Dein Kind wird geboren, wo und auf welche Art auch immer. Dann kommt es in aller Regel direkt auf deinen Bauch. Nun nimm dir Zeit! Bindung ist nichts, was „pling“ einfach so da ist. Eine Bindung zwischen zwei Menschen braucht Zeit und wächst Stück für Stück.

Um im guten Kontakt zu deinem Kind zu sein und die Bindung zu stärken, ist Achtsamkeit absolut notwendig. So erkennen wir, auch die feinen Signale unseres Kindes und können es bedürfnisorientiert begleiten. Hinzu kommen der Hautkontakt, der Augenkontakt und der Herzkontakt. Und last but not least spielt unsere eigene Bindungserfahrung eine große Rolle dabei, welche Art von Kontakt und Bindung wir zu unserem Kind haben. Haben wir selbst eine bindungsfähige Mutter gehabt, durch die wir lernen konnten, wie sich eine tiefe Bindung anfühlt und wie wir sie stärken? Oder war bereits die Bindung zu unserer eigenen Mutter schwierig? Sollte zweiteres der Fall sein, gibt es auch hierfür Hilfe durch Heilpraktiker, Heiler, Psychologen usw., um alte Themen aufzulösen.

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Mutter werden braucht Verantwortung

Mit Beginn unserer Schwangerschaft tragen wir die volle Verantwortung für ein Lebewesen, dass noch nicht selbst für sich sorgen kann. Die Fragen: Wie will ich als Mutter sein? Welche Werte möchte ich weitergeben?, sind ein wichtiger Teil, wenn wir Verantwortung für ein Kind übernehmen.

Viele Frauen schauen hierbei erst einmal auf ihre eigene Mutter. Was möchtest du übernehmen, was möchtest du unbedingt anders machen? Dann gucken sich viele noch Werte von Freunden ab. Vielleicht hat dir z.B. das Abendritual deiner Freundin mit ihren Kindern gut gefallen und du möchtest es übernehmen. Und so entsteht ein erstes Bild von dir als Mutter.

Einige Frauen, die Mutter werden, wollen sich beim Großziehen ihres Kindes auf ihr Bauchgefühl verlassen. Ja, das Bauchgefühl ist sicherlich teilweise auch in der Kindererziehung hilfreich, ABER: Viele Dinge, die wir bei unseren Kindern aus dem Bauch heraus entscheiden, kommen, weil wir sie so gelernt oder erlebt haben. Jede Gesellschaft hat bestimmte Werte, die in der Kindererziehung eine wichtige Rolle spielen. Diese Werte haben wir häufig in unserer eigenen Kindheit mitbekommmen. Zudem sehen wir diese auch dauernd bei anderen Eltern im Umgang mit ihrem Kind. Und so entwickelt sich im Laufe unseres Lebens eine Art Bild davon, wie Kinder begleitet bzw. erzogen werden. Dieses Bild spiegelt sich dann trügerischerweise in unserem Bauchgefühl wieder. Nun liegt es in unserer Verantwortung diese verinnerlichten Werte und damit unser Bauchgefühl zu überprüfen.

Sind diese Werte noch zeitgemäß? Passen diese zu meinen Werten und zu meiner Familie? Wie sehen aktuelle Erkenntnisse zum Thema Kindern aus z.B. in Bezug auf die Hirnentwicklung? Welche alternativen Wege gibt es noch? Welche Beweggründe haben Eltern bestimmte Wege einzuschlagen?

Ich finde es gehört zu einer verantwortungsvollen Begleitung eines Kindes absolut dazu, dass die Eltern gut informiert sind. Wir entscheiden hier für einen anderen Menschen. Es hängt zu einem sehr großen Teil von uns als Eltern ab, ob unser Kind ein starkes Immunsystem hat, mit Selbstvertauen durchs Leben geht oder selbst bindungsfähig wird. Es ist also essentiell, nicht einfach blind dem Mainstream, der besten Freundin oder den Ratschlägen Anderer zu folgen. Wir müssen es selbst in die Hand nehmen und uns informieren. Und das, nach Möglichkeit, vielseitig bei Fachpersonen, Fachliteratur, in Forschungsergebnissen, bei Freunden usw.. Das Problem hier ist nämlich, dass wir an vielen Stellen nur einseitig informiert werden .

Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, für jede Familie ist etwas anderes wichtig. Was für dich und dein Kind passt, kann dir niemand sagen, aber du kannst dich informieren und somit Entscheidungen treffen, für die du die volle Verantwortung übernehmen kannst. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben von uns als Eltern.

Fast jede Mutter möchte einfach nur das Beste für ihr Kind. Das ist doch schonmal eine wunderbare Voraussetzung. Jetzt gib dir Zeit, sei im engen Kontakt zu dir selbst und deinem Kind, informiere dich und übernimm die Verantwortung für dieses kleine entzückende Wesen. Dann kann es eigentlich nur gut werden.

Von Herzen, Eure Merle

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